Verhalten in Thailand / Do's und Dont's

Den Kopf eines Thailänders sollte man nicht berühren, auch nicht den von Kindern, da der Kopf laut dem thailändischen Glauben der Sitz der Seele ist. Berührt man den Kopf aus Versehen, ist es angebracht sich dafür zu entschuldigen. Da die Füße Thailand als unrein gelten, sollte man mit gekreuzten Beinen auf dem Boden sitzen, da die Füße bei gestreckten Beinen auf andere Personen zeigen könnten. Außerdem gilt es als unhöflich mit dem Finger auf Personen zu zeigen, besser ist mit dem Kinn in die Richtung der Person zu zeigen. Kritik am König, der Königsfamilie oder dem Buddhismus sollte auf jeden Fall vermieden werden! Vermeiden Sie auch direkte Kritik gegenüber einem Thai, da man in Thailand hierbei sein Gesicht verlieren kann. Schmeicheleien und Komplimente stehen hingegen bei Thailändern hoch im Kurs.

Manche der Thailändischen Gerichte werden mit der Hand gegessen, hierbei immer die rechte verwenden, da die linke als unrein gilt. Auch wenn sie Geld oder Lebensmittel weitergeben oder annehmen benutzten sie die rechte Hand. Zärtlichkeiten zwischen Männern und Frauen wie Küssen in der Öffentlichkeit sind verpöhnt. Selbst das Berühren zwischen Mann und Frau in der Öffentlichkeit sollte vermieden werden. Thailändische Frauen, die Männer in der Öffentlich anfassen, werden schnell in ein bestimmtes Milieu eingestuft. Berührungen zwischen dem gleichen Geschlecht werden jedoch toleriert, und so sieht man öfters, das gute Freunde Hand in Hand spazieren. Da der westliche Einfluss in Thailand immer größer wird, sieht man in Bangkok oder in anderen Städten öfters junge Paare Hand in Hand herumlaufen.


Wenn man durch sitzende Personen laufen muss sollte man den Oberkörper ein wenig nach vorne beugen, um sich respektvoll kleiner erscheinen zu lassen. Morgens um 8.00 oder abends um 18.00 Uhr wird auf öffentlichen Plätzen die Nationalhymne gespielt. Dabei sollte man sich ebenfalls erheben und kurz inne halten.Wenn man in Thailand jemanden heranwinken will wie z.B. ein Taxi wedelt man mit der flachen Hand ein wenig auf und ab, ein Lächeln hilft auch immer. Wer nicht lächelt, wird manchmal als unhöflich eingestuft. Von schlechtem Benehmen zeugt auch, sich übermäßig lautstark mitzuteilen, herumzuschreien oder jemanden zu unterbrechen, der gerade spricht. Weniger übel wird es genommen, sich in einer Warteschlange weiter vorzumogeln, wenn man es ein wenig dezent tut. 

Vorsichtiger Umgang mit Kritik


Wie bereits erwähnt sollte man direkte Kritik, die zu einem Gesichtsverlust des Kritisierten führen könnte, vermeiden. Öffentliche und auch direkte persönliche Kritik kann zu einer Feindseligkeit führen die sogar in gewalttätigen Reaktionen enden kann. Am besten gibt man Thais keine "Tipps" oder erklärt Ihnen wie etwas besser funktioniert. Äußerung negativer Art über Land, Leute und Kultur unterlässt man besser. Thais sind achten sehr darauf, dass sie niemanden durch Äußerungen verletzen. Gegen diese Regeln sollte man nicht verstoßen und man wird als ehrbarer Mitmensch Willkommen geheißen. Thais schmeicheln anderen auch viel lieber, als etwas negatives zu sagen und damit die Harmonie des Moments zu zerstören. 

Öffentliche Konflikte, Wutausbrüche oder Schreiereien führen unweigerlich zum Gesichtsverlust der beteiligten Personen. Die Lehre des Buddhismus fordert eine beherrschte Reaktion in jeder Lage. Ebenso dem Buddhismus entnommen ist die stete Bereitschaft der Thais, die Fehler von anderen zu vergeben. Auch als Reisender sollte man sich für Fehltritte jeglicher Art entschuldigen, damit wahrt man nicht nur sein Gesicht, sondern auch das des Gegenübers. 


Hier nochmal die wichtigsten Dinge



- Streichen Sie niemand über den Kopf (Im Buddhismus ist der Kopf der Körperteil in dem die Seele wohnt)

- Vermeiden Sie es, laut zu schreien oder sich über Dinge wie einen verspäteten Bus aufzuregen.

- Zeigen Sie nicht mit den Füßen auf Leute, auch nicht beim Essen am Boden sitzend.

- Vermeiden Sie es, über Leute drüber zu steigen, und wenn dann bücken Sie sich leicht dabei.

- Wenn Sie jemandem etwas überreichen, geben Sie es mit der rechten Hand, da die Linke als unrein gilt.

- Ziehen Sie die Schuhe aus, bevor Sie ein Haus oder einen Tempel betreten.

- Treten Sie nicht auf Geldscheine ( Klingt komisch, ist aber so. Das kann mit Gefängnis wegen Majestätsbeleidung enden).

- Es gilt als sehr höflich, wenn man während der Nationalhymne, die um 8 Uhr morgens und 18 Uhr abends auf öffentlichen Plätzen gespielt wird, kurz stehen bleibt und die Minute ruhig ist.

- Beim Betreten von Tempeln und staatlichen Einrichtungen sollte man angemessen gekleidet sein und nicht in Badeshorts kommen.

- Berühren Sie als Frau keine Mönche, da diese sich sonst einer umständlichen Reinigungsprozedur unterziehen müssen.

- Vermeiden Sie es, Thais direkt zu kritisieren oder laut anzugehen. Sie verlieren dadurch ihr Gesicht.

- Fragen Sie kurz, bevor Sie jemanden fotografieren.

- Laufen Sie nicht halbnackt in der Stadt herum.


von Max Würger

Visarun in Thailand

Der Tourbus von "Thai Visa Run" in Bangkok
In Thailand sind sogenannte "Visaruns" bestens organisiert und haben einen ganzen Geschäftszweig in der örtlichen Tourismusindustrie entstehen lassen. Da man als Inhaber eines 2-fach oder 3-fachen Touristenvisums sowie beim Non-Immigrant-Visum das Land verlassen muss, um das Visum zu erneuern, bzw. einen neuen Einreisestempel zu erhalten, fahren kleinere Unternehmen täglich mit Bussen oder Minibussen an die Grenzen zu Kambodscha, Laos, oder Malaysia um Visa-Touristen beim Erhalt einer neuen Aufenthaltsgenehmigung behilflich zu sein. Diese Touren sind gut organisiert und man ist am selben Tag wieder zurück in Thailand am Ausgangspunkt.

Morgens hin und abends zurück

Meistens fährt man recht früh morgens los und ist dann am Nachmittag wieder zurück. Hierbei kommt es darauf an, wo man sich in Thailand aufhält und was die naheliegendste Grenze ist. Wer sich beispielsweise in Bangkok oder Pattaya aufhält, wird nach Kambodscha fahren, um den neuen Stempel zu erlangen. Wer sich im Südwesten wie etwa in Phuket oder Krabi befindet, reist am besten an die malayische Grenze um das Visum zu erneuern.

Rechtzeitig Visarun buchen

Um so einen Visarun zu machen sucht man am besten ein Touristoffice oder Reisebüro vor Ort auf und fragt nach einem Visarun am gewünschten Tag der Ausreise. Da das ganze wie bereits erwähnt gut organisiert ist, bekommt man nach ein paar Telefonaten der Ansprechperson im Reisebüro die genauen Daten, wann man wo abgeholt wird. Die Bezahlung der Visatour geschieht entweder gleich im Reisebüro, oder beim Tour-Veranstalter am Reisetag. ( Derzeit liegen die Kosten für einen Visarun zwischen 1800 und 2500 Baht, je nachdem von wo aus man startet.)

Was braucht man für den Visarun?

Mitbringen muss man seinen gültigen Reisepass, 2 Passfotos und eine Adresse des aktuellen Aufenthaltsortes in Thailand. Im Preis inbegriffen sind meist ein Mittagessen, die Fahrt sowie das Visum für das Land, in das man für den Visarun reist. Morgens bei der Abfahrt werden die Reisepässe aller Mitreisenden eingesammelt und für die Stempelprozedur vorbereitet. Bei den Visatouren nach Kambodscha muss man des öfteren nicht einmal mehr selbst über die Grenze, sondern bekommt den fertig gestempelten Pass auf der thailändischen Seite zurück.

Anders verhält sich das meistens bei einem Visarun an die kambodschanische Grenze "Aranyaprathet" ( Poi Pet ), wo man an die 2 Stunden Aufenthalt bekommt, um in den Casinos, die sich zwischen Thailand und Kambodscha befinden, zu spielen oder sich mit billigem Whiskey oder Zigaretten zu versorgen. An dieser Grenze herrscht meist reger Betrieb, da viele Thais zum Glücksspiel hierher kommen, das in Thailand strengstens verboten ist.

Achtung Overstay

Achten Sie genau darauf, das Sie Ihr Visum nicht überziehen, da sonst eine "Overstay-Gebühr" in Höhe von 500 Baht pro überzogenem Tag fällig wird. das Maximum an Overstaygebühren beläuft sich derzeit auf 20000 Baht. Bei längerer Überziehung von mehreren Wochen oder sogar Monaten kann es zu ernsthaften Problemen kommen und im schlimmsten Fall landet man sogar in Haft. Thailand behält sich das Recht vor, lebenslängliche Einreiseverbote auszusprechen. Also bei längeren Aufenthalten das Wort Visum nie vergessen und rechtzeitig an eine Erneuerung des Visums denken !

Gut organisierte Veranstalter von Visatouren:


Von Bangkok

Von Pattaya

Von Phuket


von Max Würger

Nach und in Thailand telefonieren

Billig in Thailand anrufen

Auslandsanrufe können die Telefonrechnung schnell in die Höhe treiben. Bis zu mehreren Euro pro Minute können da fällig werden. So auch, wenn man in Thailand anrufen möchte. Wer ohne spezielle Vorwahl direkt die Nummer in Thailand anruft, kann sich nach längeren Gesprächen auf eine ordentliche Rechnung gefasst machen. Sogenannte Call-by-Call Anbieter stellen in diesem Fall eine sehr preiswerte Alternative dar. Der einzige Nachteil ist, das man vom Festnetz aus anrufen muss. Das Ziel hingegen spielt keine Rolle. Es funktioniert für Handys und Festnetz. Einfach die gewünschte Rufnummer mit Landesvorwahl eingeben. Für Thailand also 0066 + die gewünschte Rufnummer. Die billigste Verbindung wird darauf hin angezeigt. In der Regel telefoniert man für 1-2 Cent/min.



Von Thailand aus billig telefonieren

Wer häufiger telefoniert, egal ob in Thailand oder nach Europa kann sich eine Prepaidkarte eines thailändischen Anbieters für das eigene Handy besorgen. Diese Karten kann man nach Ankunft schon unten im Flughafen oder im Supermarkt kaufen. Das Kaufen der Karte erfolgt komplett unformell, es ist nicht einmal der eigene Name nötig. Das Personal im Handyladen oder Supermarkt ist in der Regel sehr hilfsbereit und die Prepaidkarte wird eingesetzt und durch einen Anruf aktiviert. Ist die Karte erst mal aktiviert, kann man in jedem 7/11-Laden Aufladekarten erwerben. Damit ist man aus Deutschland per Call-by-Call Anbieter für unter 2 Cent/Min. zu erreichen und zahlt selber gar nichts. Nach Deutschland telefoniert man für einen Bruchteil dessen, was man mit der Deutschen Karte bezahlt hätte. Gespräche nach Deutschland kosten ab ca. 10 Cent die Minute. Innerhalb von Thailand noch billiger.

von Max Würger