Geisterhäuschen in Thailand

Überall in Thailand, sei es in Koh Chang oder in Krabi werden einem die kleinen Geisterhäuschen auffallen. Jedes traditionell geführte Wohnhaus und Geschäft hat einen Schutzgeist, der ein kleines Häuschen irgendwo auf dem Gelände erhält. Die Lage des Geisterhäuschens muss von einem Geisterbeschwörer. Es wird nach astrologischen Berechnungen vorgegangen, denn das Häuschen muss genau dort stehen, wo der "phra phum", der Erdgeist später auch wohnen möchte. Das Geisterhäuschen wird normalerweise auf Pfählen errichtet, zur Not auch in einer eigens dafür ausgesparten Nische in der Hauswand.

Häuschen, wie sie die Geister mögen

Bei den Erdgeistern beliebt sind kleine Nachbauten traditioneller thailändischer Bauten oder buddhistischer Tempel, meist aus einer Art Mörtel oder Holz gefertigt und detailliert bemalt. Gut situierte Thais statten Ihre Geisterhäuschen prunkvoll mit vergoldeten Schnitzereien aus. Um die Harmonie der im Haus zusammen lebenden Menschen zu wahren müssen tägliche Opfergaben den Schutzgeist besänftigen. Es steht in der Macht des Schutzgeistes den Hausbewohnern gutes angedeihen zu lassen, oder sie auch zu strafen. Die typischen Opfergaben um den Schutzgeist zu besänftigen sind meistens Blumenkränze, Räucherstäbchen oder Lebensmittel, aber auch Tabakwaren. Wenn ein Haus nun von schweren, nicht enden wollenden Plagen heimgesucht wird, wird ein Mönch hinzugezogen der im Dialog mit dem Schutzgeist herausfinden soll, was diesen denn so ärgert, und wie er denn wieder beruhigt werden könne.

von Max Würger