Land und Karte

Königreich Thailand / ราชอาณาจักรไทย

Klima: Tropisch
Lage: Südostasien
Fläche: 513.115 Quadratkilometer
Hauptstadt: Bangkok, mit mehr als 15 Millionen Einwohnern
Bevölkerung: ca. 70 Millionen
Landessprache: Thai
Religionen: Buddhismus (circa 95%), Islam (circa 4%), Christentum, Hinduismus
Nationalfeiertag: 5. Dezember (Geburtstag des Königs)
Staatsform und Regierungsform: Konstitutionelle Monarchie
Staatsoberhaupt: König Bhumibol Adulyadej, im Amt seit 9. Juni 1946 mit Krönung am 5. Mai 1950
Vertreterin: Königin Sirikit
Regierungschefin, Parteizugehörigkeit: Yingluck Shinawatra, Pheu Thai Party
Verwaltungsstruktur des Landes: Zentralregierung, 76 Provinzen
Zeitverschiebung zu Deutschland: Sommer+5 Stunden / Winter+6 Stunden
Währung: Baht

Die geografischen Regionen in Thailand


Thailand ist mit einer Fläche von 514 000 km² auf Platz 49 der Weltrangliste. Die Nachbarländer sind Laos im Nordosten, im Osten Kambodscha,  Malaysia im Süden sowie Myanmar im Norden und Westen. Thailands große Streckung von Nord nach Süd dehnt sich über fast 1800 km, während seine breiteste Stelle zwischen westlicher und östlicher Grenze an die 800 km. misst. Die schmalste Stelle misst nur 64 km. Den  regionalen, geografischen und kulturellen Unterschieden entsprechend, lässt sich Thailand in fünf Gebiete unterteilen: die Nord-Region um Chiang Mai und Chiang Rai, die Nordost-Region rings um Khon Kaen und Roi Et, die Zentral-Region mit Bangkok als Mittelpunkt, die Ost-Region um Nakhon Sawan sowie die inselreiche Süd-Region ab Bangkok abwärts. Die einzelnen Regionen werden nachstehend kurz charakterisiert.

Die Nord-Region

Thailands Norden zählt zweifelsohne zu den landschaftlich beeindruckendsten und vielfältigsten Gebieten des Landes. Der Norden ist durch die Ausläufer des Himalayas geprägt, wobei die Gebirge in Thailand nur selten 2000 Höhenmeter überschreiten. Höchster Berg ist mit 2565 Metern der Doi Inthanon, der sich unweit der Stadt Chiang Mai befindet. Ferner ist der Norden für seine üppigen immergrünen Regenwälder und malerischen Wasserfälle bekannt. Zahlreiche Flüsse schlängeln sich durch die Region und sorgen für fruchtbare Täler, auf denen meist Ackerbau oder Viehzucht betrieben wird. Die bedeutensten Flüsse heißen Ping, Nan, Wang und Yom. Durch die vorteilhaften landwirtschaftlichen Bedingungen war dieser Teil Thailands schon vor der Einwanderung des thailändischen Volkes besiedelt. Und nicht nur landschaftlich begeistert der Norden die Besucher: Ihm kommt eine hohe Bedeutung als kulturelles Zentrum Thailands zu. Mehr als anderswo im Land trifft man hier auf das kulturell ursprüngliche Thailand. Die im 13. Jahrhundert erbaute Stadt Sukhothai galt als erstes Machtzentrum der Thai und bezeichnet sich auch als die Wiege des Landes. Im Old Sukhothai Historical Park, der zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde,  kann man an die 200 historischen Tempelruinen bestaunen. Si Satchanalai und Kamphaeng Phet sind weitere Ruinenstädte im Norden. Höhepunkte aus kultureller Sicht der Nordregion begegnen dem Besucher auch in der Stadt Chiang Mai und deren Umgebung. Hier befindet sich die Tempelanlage Wat Phra Thart Doi Suthep, die im Norden eine der wichtigsten ihrer Art darstellt und auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Insgesamt gibt es in der Gegend um Chiang Mai an die 70 Tempelanlagen, und somit steht einer ausgedehnten Sightseeingtour in Sachen thailändischer Kultur nichts mehr im Wege.

Die Nordost-Region

Landschaftlich gesehen bezeichnend für die Nordost-Region, die auch Isaan genannt wird, ist das Korat-Plateau, eine leicht bergige Hochebene, die auf verschiedene Gesteinsschichten eines Meeres aus der Urzeit zurückgeführt wird. In diesem Gebiet lassen sich viele landwirtschaftliche Nutzflächen antreffen, vor allem aber Reisfelder. Der Anbau von Reis wird durch den Wechsel von anhaltenden Perioden der Dürre und sintflutartigen Regenfällen aber erschwert. Die Grenzregion zu Kambodscha ist vor allem kulturell interessant. Dort findet man alte Tempelanlagen aus dem Reich der Khmer, einem vom 9.-13. Jahrhundert machtvollem Volk. Nördlich von Nakhon Ratchasima (Korat) bietet die kleine Stadt Phimai Zugang zum Phimai Historical Park mit historischen buddhistisch-hinduistischen Tempelruinen. Der Mekong Fluss bildet im Norden und Osten die natürliche Grenze zu Laos und Kambodscha.

Die Zentral-Region

Der Menam Chao Phraya, Thailands größter und bedeutendster Fluss, zieht sich durch das Flachland der Zentralregion. Er sorgt für fruchtbaren Boden und ergibt hier den Kern der thailändischen Landwirtschaft, der vor allem für den Reisanbau genutzt wird. Während der Regenzeit steigt der Wasserstand des Flusses gewaltig an und Wassermassen überschwemmen weite Teile des umliegenden Gebietes. Die Weltmetropole und Hauptstadt Thailands, Bangkok, die gleichzeitig den Mittelpunkt der thailändischen Wirtschaft darstellt, wird auch den kulturell interessierten einiges bieten. Aus den über 400 Tempelanlagen in Bangkok sticht besonders der Palast des Königs, Wat Phra Keo in Sanam Luang, dem kulturellen Zentrum der Stadt, heraus. Hier befindet sich auch das Nationalmuseum, welches einen vielfältigen Einblick in Thailands Geschichte gewährt. 75 km von Bangkok entfernt liegt Ayutthaya, ein weiteres sehenswertes Ziel, das sich von Bangkok aus bequem mit dem Taxi oder per Bus erreichen lässt. Diese ehemalige Hauptstadt Thailands wurde von Bangkok im 18. Jahrhundert  abgelöst und lädt zur Besichtigung eindrucksvoller Ruinen ein. Ayutthaya ist zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt worden.

Die Ost-Region

Die Ost-Region ist relativ klein aber durch die abwechslungsreiche Landschaft sehenswert. Am Festland oder der südlich gelegenen Inselgruppe findet man am Golf von Thailand wunderschöne Strände in der Küstenregion. Für den Tourismus gut erschlossen und somit auch gut besucht ist Koh Chang, nach Phuket die zweitgrößte Insel Thailands. Im Hinterland der Ostküste laden Nationalparks mit bergigen Wanderregionen und schönen Wasserfällen zur Besichtigung ein. Das wohl populärste Ziel der Ost-Region ist das vom Massentourismus eingenommene Pattaya. Trotz der vielen bekannten Touristenzentren finden sich noch zahlreiche Gebiete, in denen Touristen eher selten angetroffen werden und welche – nicht auch durch die Nähe zu Bangkok – gerne von den Landesbewohnern besucht werden, wie etwa das unweit von Pattaya gelegene Sattahip.

Die Süd-Region

Thailands Süden besteht aus einer langgestreckten, schmaleren Halbinsel, die an Malaysia grenzt. Während der östliche Teil den Golf von Thailand bildet, grenzt der Westen an den Indischen Ozean (Andamanensee). Die weißen langen Sandstrände und die nahen Inselgruppen sind der Touristenmagnet des Landes. Je weiter man nach Süden kommt, desto weniger Tourismus herrscht an den Stränden. Mitten zwischen den westlichen und östlichen Küsten verlaufen Gebirgsketten, die östlich flach auslaufen und nach Westen als steile Felsküsten teilweise bis ins Wasser enden. Diese Felsformationen prägen als kleinere Inselgruppen vor der Küste, als Höhlen im Meer und ebenso im Hinterland (Krabi, Khao Sok National Park) eindrucksvoll das Landschaftsbild. Der bergige Streifen zwischen den Westküste und Ostküste bietet Besuchern Regenwälder, Tropfsteinhöhlen und Naturparks, in denen man Affen und wilde Elefanten beobachten kann . Die populärsten Ziele der Touristen an der Andamanenküste sind vor allem die traumhaften Strände der Insel Phuket. Touristisch gut erschlossen sind auch die Strände rund um Krabi, Khao Lak und der Inseln Koh Phi Phi und Koh Lanta. Die Orte Cha-am und Hua Hin sowie die Insel Koh Samui und Koh Phangan gelten ebenso als gut besuchte Urlaubsorte. Wenn man eher mehr Ruhe sucht, sollte man hier auf Prachuap Khiri Khan, Bang Saphan, Ban Krut, oder Chumphon ausweichen. Generell gilt der Süden Thailands als Traum für Wassersportler, mit Koh Tao und den Similan Islands als Krönung für die Freunde der Unterwasserwelt und des Tauchsports.