Herumreisen ist im Land des Lächelns recht angenehm, da wie bei den meisten Dingen im thailändischen Alltagsleben keine übertriebene Eile aufkommt. Unsere Alles-schnell Einstellung ist für die Bewohner eher fremd, und einfach unverständlich. Die Dinge werden eher bedacht getan, und es ist ja auch nicht wichtig ob man etwas früher oder später ankommt. Mit dem Auto unterwegs kann man auf den Autobahnen mit ca. 120km/h und auf den grösseren Landstrassen ca. 80km/h als Schnitt rechnen, vorausgesetzt es läuft alles wie geplant. Planung ist aber für den Urlauber nicht so wichtig, und für Thais sowieso nicht. Auf gewöhnlichen nicht so gut ausgebauten Landstrassen sind Geschwindigkeiten von 40km/h eher kalkulierbar und alle zwei Stunden eine kleine Pause, ein bisschen etwas zu verzehren und etwas zu trinken ganz ohne Zeitstress erhöht den Entspannungsfaktor ungemein und schont die Sitzmuskulatur. Pünktlichkeit ist also insgesamt, mit Ausnahme von Flügen und Fahrten mit der staatlichen Eisenbahn, nicht unbedingt zu erwarten und man tut sich selbst einen Gefallen wenn man sich nicht wegen ein paar Minuten Verspätung in Aufruhr versetzen lässt. Ohnehin tut das Klima Thailands sein übriges dazu, die Dinge gemächlich angehen zu lassen. Am besten nimmt man sich ein Beispiel an den Thais, bei dehnen keine Hektik aufkommt.
Inlandsflüge
Wer verschiedene Orte in Thailand besuchen möchte, dürfte nicht drumherum kommen, einen der zahlreich vorhandenen Flughafen aufzusuchen. Dies gestaltet sich sehr einfach, da man damit rechnen kann innerhalb von einer Autostunde einen Flughafen erreicht zu haben. Die starke Flughafendichte und die hohe Fluqfrequenz macht es den spontanen Urlaubern möglich, mal eben den Urlaubsort zu wechseln. Zu manchen Jahreszeiten sind einige der Flieger recht voll, speziell vor den Feiertagen wie Songkran, aber meistens geht innerhalb von 1-2 Stunden der Nächste. Falls dem nicht so ist hat man noch die Möglichkeit entweder Businessclass zu fliegen oder einen der zahlreich vertretenen Nachtbusse zu nehmen.Tickets/Einchecken
Tickets kann man entweder im Reisebüro ordern, oder einfach bei der zentralen Ticketreservierung der Airline in Bangkok anrufen. Meist erledigt das auch das Hotel für einen. Nach der Angabe der Kreditkartennummer, erhält man eine Reservierungsnummer und ein Password. Mit diesen zwei Nummern bekommt man am gewünschten Airport seine Tickets. Eine weitere Möglichkeit ist, einfach selber im Internet bei Air Asia , Bangkok Airways oder anderen Airlines seinen Flug zu buchen. Dabei ist es allerdings sehr ratsam im Besitz einer Kreditkarte zu sein, da diese die Zahlungsvorgänge im Internet um einiges erleichtert. Eine gebührenfreie Kreditkarte mit kostenloser Kontoführung und weltweit gebührenfreiem Bargeldabheben bekommt man z.B bei der DKB. Das Konto kann als Zweitkonto genutzt werden und erfordert keinen monatlichen Zahlungseingang oder ähnliches.
Flughafentransfer
Das Weiterkommen vom Zielflughafen ist geregelt und günstig. An so ziemlich allen Flughäfen gibt es einen Ticketshop, an dem man ein Ticket für Bus oder Taxi kaufen kann. Hier wird englisch gesprochen und auf das Ticket wird der Zielort in Thai geschrieben, um Missverständnisse mit dem Fahrer zu vermeiden.
Reisen mit dem Bus

Neben dem Weiterreisen mit dem Flugzeug gibt es überall in Thailand Busbahnhöfe von denen aus man überall hingelangt. Der Bus ist das preiswerteste Verkehrsmittel. Es gibt Busse mit und ohne Aircondition, manche sogar ohne Fenster. Bei längeren Reisen z.B. von Bangkok nach Samui, Krabi oder Phuket empfiehlt es sich ein Ticket für einen sogenannten VIP-Bus zu ordern. Diese Busse erinnern im Inneren eher an die 1.Klasse eines Flugzeuges und sind bestens ausgestattet. Eine Stewardess ist auch an Bord und sorgt sich ums leibliche Wohl der Gäste. Man bekommt Getränke und Snacks sowie Decken und Kissen bei Bedarf. Diese Art des Reisens ist recht komfortabel und den Liegesitzen kann man bei Nachtfahrten wunderbar schlafen. Alle paar Stunden halten diese Busse an Rastplätzen, an denen man eine im Fahrtpreis inbegriffene Mahlzeit einnehmen kann. Die Fahrt ist recht billig ( Von Bangkok nach Samui ca.20 Euro ) und man kommt entspannt an sein Ziel.
Man kann auch die billigere Variante wählen, in der man in etwa ähnlich wie in deutschen Reisebussen sitzt. In der Regel halten diese Busse öfters und man ist etwas länger unterwegs. Dann gibt es noch die normalen Busse die von Ort zu Ort fahren und fast alle 200 Meter anhalten. Sie haben meist keine Aircon, dafür offene Fenster und sind anfangs ziemlich gewöhnungsbedürftig. Speziell wenn man mit ihnen um die Mittagszeit etwa in Bangkok unterwegs ist, die Luft steht und sich Massen von Menschen in den Bus quetschen. Manchmal ist man dann aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens zu den Stosszeiten zu Fuss fast schneller. Aber das ist Geschmackssache.
Fahrten mit dem MinibusDie Fahrt mit Minibussen ist meist etwas teurer als mit den normalen Bussen, dafür aber auch schneller. Minibusfahrer sind meistens recht flott unterwegs und an so manchem ist ein guter Rennfahrer verloren gegangen. Man kann als Gruppe Minibusse chartern oder einfach an jeder Hotelrezeption oder jedem "Touristoffice" einen Platz buchen, egal wo man hin will, es wird ein Weg gefunden wie man von A nach B gelangt. Hierbei sei anzumerken das die Thais wirklich wahre Meister im Transportwesen und organisieren von Dingen sind. Man bucht also sein Ticket, bezahlt vor Ort und wird am vereinbarten Datum direkt am Hotel abgeholt. Meistens sind die Minibusse gut ausgebucht, aber man hat trotzdem genügend Platz. In der Regel ist Platz für ca.10-12 Leute.
Mietwagen
Wenn man ein Fahrzeug mieten will geben die Autovermieter an, Ihre Autos seien versichert. Solch eine Versicherung ist aber nicht unbedingt das was wir davon erwarten, bzw. das was wir unter einer Versicherung verstehen. deswegen tut man gut daran, sich etwas näher mit dem Vertrag zu beschäftigen, bevor man sich in das Getümmel auf Thailands Strassen begibt. Wer im Leben noch nie auf der linken Spur gefahren ist, wie es in Thailand üblich ist, sollte es vermeiden seinen ersten Fahrtantritt im Gewühl des Verkehrs in Bangkok zu beginnen. "Andere Länder andere Sitten" trifft auf den thailändischen Verkehr definitiv zu.
Internationale Autovermietungen
Die internationalen Autovermieter sind vertreten, meist aber nur in Bangkok oder anderen Touristengebieten wie Pattaya. Die hier abgeschlossenen Versicherungen sind auch als solche anzusehen, was sich am Mietpreis bemerkbar macht. Die Gebühren sind aber dennoch im Rahmen. Wöchentlich zu mieten ist lohnenswert, da es um einiges günstiger ist als wenn man tageweise mietet. Wer ein Fahrzeug für ausserhalb der Touristenzentren wie Pattaya oder Phuket benötigt, der wird nicht drumherum kommen sich in Bangkok an einen der grossen internationalen Autovermieter zu wenden. Man kann hierbei schon vorab den gewünschten Wagen im Internet reservieren lassen. Preiswert und zudem auch praktisch sind kleinere Geländewagen und auch die 2- oder 4-türigen Pickups. Auch Minibusse, die ab 5 Personen zu empfehlen sind, sind in der unteren Preisspanne angesiedelt. Inzischen kann man seinen Wagen schon vor Urlaubsantritt online reservieren und sich an seinen Wunschort liefern lassen. Die Abholung wird dann auch ganz nach Kundenwunsch an einem Ort der Wahl erledigt. Das spart Stress und das Chaos sich durch den Verkehr in Bangkok quälen zu müssen. Ab ca.4 Tagen Mietzeit wird das Auto an jeden Ort geliefert und auch dort oder anderswo wieder abgeholt. Es ist also möglich, das Auto beispielsweise nach Pattaya liefern zu lassen und in Phuket wieder abzugeben.
Autovermietungen an der Strasse
Auch hier bekommt man Autos zum mieten, allerdings ist es doch empfehlenswert unmittelbar nach Fahrtantritt einen Bremstest durchzuführen sowie bei anstehenden Nachtfahrten darauf zu achten, das alle Lichter funktionieren. Am besten besteht man vor Vertragsabschluss auf eine kurze Probefahrt. Bei der Hinterlegung der Kaution für das Fahrzeug sollte man nicht seinen originalen Reisepass hinterlegen sondern lediglich eine Kopie des selbigen oder seinen Personalausweis. Denn wenn der Reisepass weg ist kann der schönste Urlaub in einer Rennerei zu den verschiedensten Behörden enden. Autos an den Straßenvermietungen sind in der Regel recht günstig und ab ca. 12 Euro pro Tag zu haben.
Taxi
Taxis stellen bestimmt die stressfreieste Variante in Thailand dar, von A nach B zu kommen. Taxis gibt es eigentlich überall in den größeren Städten und Touristengebieten. Sie sind meistens farbig und man erkennt sie leicht an dem Taximeter Schild. Achten Sie beim Besteigen des Taxis darauf, das der Fahrer auch das Taximeter benutzt. Andernfalls kann es zu unschönen Missverständnissen bezüglich des Fahrpreises kommen. Im Idealfall fragen Sie vor Fahrtritt kurz "Meter ?". Wenn der Fahrer nickt und einen Knopf an dem kleinen Kasten betätigt, kann man los fahren. Wenn es keine Taxis gibt, gibt es Songthaews, wie sie beispielsweise in Pattaya zu Hunderten unterwegs sind. Das sind umgebaute Pickups die ihre Passagiere hinten auf Sitzbänken transportieren. Im hinteren Teil des Gefährtes, wo die Passagiere sitzen, sind Klingelknöpfe angebracht, die man dort betätigt, wo man aussteigen möchte. Die Fahrt mit diesen Songthaews ist recht preiswert.
Motorroller
Motorroller und Motorräder gehören in allen Regionen Thailands zum Straßenbild. Sie dienen den Menschen als Fortbewegungsmittel, Transportmittel und für die Jugend auch teilweise als Sportgerät, das erstmal ordentlich aufgemotzt werden muss. In Thailand hat sich für das Tuning der allgegenwärtigen Motorroller, oder wie die Thais sagen "Motosai", ein ganzer Industriezweig gebildet, der die Schrauber mit Rennauspüffen, Sportvergasern und Unterbodenbeleuchtung versorgt.
Nicht selten sieht man ganze Familien auf einem einzigen Motosai fahren. Vater, Mutter, 2 Kinder und der Hund sitzt im Gepäckkorb. Auch im Transportwesen sind die kleinen Roller nicht wegzudenken. So manch einer wird sich wundern, was sich alles mit einem Roller transportieren lässt. Ganze Marktstände können mit ein wenig Geschick auf dem Roller transportiert werden. Die Verkehrspolizei hierzulande würde sich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.
Motorroller und Motorräder kann man überall in Thailand für kleines Geld mieten. In der Regel werden dafür nicht mehr als 300-350 Baht pro Tag fällig, was in etwa 7-8 Euro entspricht. Um ein Moped zu mieten, benötigt man einen Reisepass oder besser eine Kopie des selben (geben Sie nie ihren Reisepass aus der Hand). Bevor man das Moped ausleiht und losfährt, ist es ratsam sich über den Zustand des Fahrzeugs zu vergewissern, indem man es auf eventuelle Beschädigungen prüft, sowie Bremsen, Licht und die Reifen überprüft. Da seit neuestem auch in Thailand die Helmpflicht eingeführt wurde, sollte man beim Verleiher darauf bestehen, auch einen Helm zum Moped dazu zu bekommen.

Wer noch nie auf einem 2-Rad gefahren ist, sollte sich gut überlegen, ob Thailand der richtige Ort ist, damit anzufangen. Wie bereits oben erwähnt, sind die Sitten im Straßenverkehr nicht mit den mitteleuropäischen zu vergleichen. Es herrscht Linksverkehr und der stärkere hat Vorfahrt. Autofahrer nehmen nicht so viel Rücksicht wie hierzulande und somit gibt es jeden Tag etliche Verkehrsunfälle mit Mopeds, an denen nicht selten Ausländer beteiligt sind. Gerade in den großen Städten wie Bangkok oder Pattaya ist es eine Überlegung wert, ob man sich in das Verkehrsgetümmel mit dem Roller begibt, oder doch lieber ein sicheres Taxi wählt.
Auf den kleineren Inseln im Süden wie etwa Koh Lanta oder Koh Tao kann man sich aber durchaus mal ein Moped ausleihen, um damit die Insel auf eigene Faust zu erkunden. Hier wird im allgemeinen etwas gesitteter gefahren. Worauf man bei den meist nicht ganz perfekten Inselstraßen achten muss, sind die Schlaglöcher, die teilweise recht tief sind und heftige Stürze verursachen können. Wenn man also ein Moped mietet und die Strecke nicht kennt, ist es ratsam langsam zu fahren und auf die Schlaglöcher zu achten. Wenn man ein paar Dinge beachtet, macht es unheimlichen Spaß, bei der warmen Witterung auf dem Moped zu sitzen und den Fahrtwind zu spüren.
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